Außer Spesen nichts gewesen!

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Es ist leider so gekommen - wie es zu erwarten war - die Volksbefragung hat hinsichtlich der Standortfrage des neuen Gemeindeamtes keine eindeutigen Erkenntnisse gebracht. Die SPÖ liest aus dem Ergebnis heraus, was sie brauchen kann. Sicher ist nur, dass knappe 70 % an der direkten Demokratie nicht mitwirken wollten und dass zuerst das Gemeindeamt gebaut werden soll. Die SPÖ möge sich davor hüten, aus dem Ergebnis eine klare Bestätigung Ihrer Bestrebungen herzuleiten.

31,7 % Wahlbeteiligung ist kein großer Erfolg. Mehr als 60 % sind gegen den von der SPÖ intensiv beworbenen Standort beim Gettinger, sondern für einen Standort auf der Hauptstraße. 83 % sind gegen den Platz zwischen den beiden alten Gebäuden, aber auch 57 % sind gegen die Variante mit dem Abbruch. Die Bevölkerung hat sich nicht klar festgelegt.

Wie wird sich die SPÖ nun entscheiden? Wird sie negieren, dass die Mehrheit der Wähler für einen Standort auf der Hauptstraße ist? Wird sie das „Haus der Musik“ opfern? Wird sie der Wahlmöglichkeit mit den am wenigsten erhaltenen Stimmen folgen und sich damit schlussendlich dem bereits bestehenden Gemeinderatsbeschluss anschließen? Oder wird sie darauf warten, dass die anderen Fraktionen wieder die Verantwortung übernehmen und sich dann darüber beschweren, dass immer gegen die SPÖ gestimmt wird?

Die SPÖ hat mit der von ihr vom Zaun gebrochenen Volksbefragung nur mehr Konfliktpotenzial geschaffen. Die Fronten werden noch mehr verhärtet sein. Die ständige Streiterei, die die Bevölkerung bereits satt hat, wird prolongiert werden. Es bleibt dem Gemeindrat nichts anderes übrig, als sich nochmals mit der Standortfrage zu beschäftigen, und nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden. Hoffentlich wird die Standortfrage nicht zur Never-Ending-Story.